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Der Einfluss von Online-Plattformen auf die digitale Gesellschaft

Die Digitalisierung hat alle Bereiche des Lebens durchdrungen. Online-Plattformen wie soziale Medien, Suchmaschinen, Online-Marktplätze und KI-Chatbots beeinflussen, wie Milliarden von Menschen kommunizieren, einkaufen, miteinander interagieren und sich (politisch) informieren. Dadurch sind sie zentrale Schauplätze für gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Aktivitäten.

Dennoch fehlen uns Daten, um zu verstehen, wie sich dieser Wandel auf unsere Gesellschaften auswirkt. RIDLOP schafft die Grundlage, um dies zu ändern.

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Große Online-Plattformen

Nutzende hinterlassen auf Online-Plattformen digitale Spuren – von Klicks und Suchanfragen über gesehene Inhalte bis hin zu Kaufentscheidungen. Diese eröffnen Forschenden Analysemöglichkeiten zu Fragen der Demokratie und politischen Meinungsbildung, des gesellschaftlichen Zusammenhalts, der Gesundheit, der Wirtschaft und des Konsumverhaltens sowie der Nachhaltigkeit. Doch der Zugang zu Daten von Online-Plattformen war bislang unsystematisch, von Plattformen abhängig und auf Bruchstücke der tatsächlichen Nutzung beschränkt.

Als erste Forschungsinfrastruktur in Deutschland und Europa erschließt RIDLOP Daten von großen Online-Plattformen systematisch, archiviert sie langfristig und stellt sie der sozialwissenschaftlichen Forschung sicher zur Verfügung. Dadurch ermöglicht RIDLOP die Beantwortung von drängenden Fragen zu Gesellschaften im digitalen Zeitalter.

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Datenakquise

RIDLOP verbindet plattform- und nutzerorientierte Verfahren für die Datenakquise über drei sich ergänzende Wege. Jeder Weg  umfasst andere Datentypen, Erhebungsverfahren und rechtliche Rahmen. Gemeinsam ergeben sie ein umfassendes, qualitätsgeprüftes Datenportfolio.

Weg 1: Datenkollektionen von Forschenden

Forschende reichen selbst erhobene Plattformdaten zur Archivierung und Nachnutzung bei RIDLOP ein. Dadurch werden redundante Datenerhebungen vermieden, Reproduzierbarkeit gestärkt und bestehende Datensätze langfristig gesichert.

Weg 2: Datenspenden von Plattformnutzenden

Plattformnutzende können Kopien ihrer personenbezogenen Daten von Plattformen herunterladen und für Forschungszwecke spenden. RIDLOP entwickelt eine benutzerfreundliche Spendeninfrastruktur, die in bestehenden Befragungsprogramme von GESIS integriert ist.

Weg 3: Daten von Plattformen

Plattformen können im Rahmen gesetzlicher oder vertraglicher Vereinbarungen Daten bereitstellen. RIDLOP handelt im Namen der Forschungsgemeinschaft Vereinbarungen über den Datenzugang mit Plattformanbietern aus und fungiert dabei als vertrauenswürdiger Vermittler. 

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Datenarchivierung

Für alle drei Wege schafft RIDLOP robuste Verfahren für den Dateneingang und bietet eine maßgeschneiderte Infrastruktur für den Datenzugang. Das ist notwendig, weil Daten aus Online-Plattformen häufig sensibel, multimodal und rechtlich unterschiedlich einzuordnen sind. RIDLOP baut auf das CoreTrustSeal-zertifizierte Datenarchiv von GESIS auf, in dem seit Jahrzehnten sensible Forschungsdaten nach international anerkannten Qualitäts- und Sicherheitsstandards archiviert werden. 

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Datenzugang: Governance und Technologie

RIDLOP erweitert die bewährten Governance-Strukturen und Technologien von GESIS für die Datenarchivierung und den Datenzugang. 

Zentraler Bestandteil von RIDLOP ist die Trusted Research Environment (TRE). Sie operationalisiert das international etablierte Five-Safes-Framework (Safe Data, Safe Projects, Safe People, Safe Settings, Safe Outputs) und verbindet Governance mit einer sicheren Analyseumgebung (Secure Processing Environment). 

So können Forschende auf die für ihre Arbeit relevanten sensiblen Plattformdaten zugreifen, deren Qualität bewerten und sie direkt analysieren – ohne, dass die Daten selbst die TRE verlassen.

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Impact von RIDLOP

RIDLOP schafft die Infrastruktur, um belastbare Aussagen zu wichtigen Fragen in Gesellschaft, Wirtschaft und Demokratie im digitalen Zeitalter zu beantworten. Dadurch stärkt RIDLOP nicht nur die Forschung, sondern auch die Fähigkeit von Gesellschaft und Staat, die Auswirkungen von Online-Plattformen zu verstehen und auf technologische Entwicklungen evidenzbasiert zu reagieren.

Contact us!

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Prof. Dr. Katrin Weller

Abteilungsleitung Data Services for the Social Sciences +49 (0221) 47694-472
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Prof. Dr. Sebastian Stier

Abteilungsleitung Computational Social Sciences +49 (0221) 47694-221