Ein Team mit den RIDLOP-Forschern Simon Kruschinski und Sebastian Stier hat in Internet Policy Review eine Analyse zum Datenzugang für die Wahlforschung unter dem Digital Services Act (DSA) veröffentlicht. Der Open-Access-Artikel zeichnet nach, wie sich der Zugang zu Plattformdaten über zwei Jahrzehnte verändert hat, von der Ära offener Programmierschnittstellen (APIs) über das Post-API-Zeitalter bis zum Zeitalter des regulierten Datenzugangs. Er diskutiert die forschungsrelevanten DSA-Bestimmungen, darunter Artikel 40(12) und 40(4), sowie Alternativen wie Web Scraping und Datenspenden. Die Autor:innen benennen verbleibende Herausforderungen, von Antragsverfahren unter starker Kontrolle der Plattformen bis zu Datenqualität und Reproduzierbarkeit, und formulieren Anforderungen für eine belastbare und reproduzierbare Wahlforschung.
Darius, P., Breuer, J., Kruschinski, S., Loecherbach, F., Riedl, J., & Stier, S. (2026). Election research in the age of regulated data access under the EU Digital Services Act. Internet Policy Review, 15(1). https://doi.org/10.14763/2026.1.2080